Testen,testen,testen !

Konzept zur Wiederaufnahme des Lehrgangs- und ÜbungsbetriebsKreis Herford. Die Feuerwehren stecken in der Zwickmühle. Einerseits müssen sie die Feuerwehrgeräte sicher bedienen können, um im Notfall eine schnelle und effektive Hilfe zu gewährleisten. Andererseits sollen wegen der Infektionslage keine Lehrgangs- und Übungsveranstaltungen stattfinden, damit sich möglichst keine größere Anzahl von Feuerwehrleuten infiziert, was schlimmstenfalls den Ausfall von ganzen Einheiten zur Folge hätte.

Kreisbrandmeister Bernd Kröger sieht dringenden Handlungsbedarf, um die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit der Feuerwehren im Wittekindsland weiterhin sicherzustellen. Er hat ein mehrstufiges Konzept zur Wiederaufnahme des Übungs- und Lehrgangsbetriebs vorgelegt, das am Dienstag (6.04.2021) mit den Wehrführern erörtert wurde. Das Infektionsrisiko soll insbesondere durch tagesaktuelle Schnelltests und FFP2-Masken gesenkt werden. „Auf der Grundlage des Konzepts ist die Wiederaufnahme des Lehrgangs- und Übungsbetriebs sowohl rechtlich möglich als auch verantwortbar“, sagt der Kreisbrandmeister.Das NRW-Innenministerium hatte durch Erlass vom 13. Januar 2021 die Feuerwehrausbildung in Präsenz grundsätzlich für unzulässig erklärt und sich dabei auf die Corona-Schutzverordnung berufen. Gleichzeitig lässt das Ministerium Ausnahmeregelungen zu, sofern die Bildungsangebote  für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung von besonderer Bedeutung sind und  ausreichende Hygienekonzepte vorliegen. Danach dürfen im Bereich der  Freiwilligen Feuerwehren Lehrgangsveranstaltungen stattfinden, die zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit dringend erforderlich und zwingend notwendig sind. Die Unfallkasse NRW hat zwischenzeitlich gegenüber dem Verband der Feuerwehren NRW (VdF NRW) klargestellt, dass die Atemschutzübungen unter die Ausnahmeregelungen fallen. „Ausbildungsveranstaltungen, die notwendig sind, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen, dürfen somit stattfinden“, erklärt Bernd Kröger. Er erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass es im bisherigen Einsatzgeschehen zu keinerlei Infektionen unter den Feuerwehrleuten im Kreis Herford gekommen sei. „Dies zeigt umso mehr, dass die Schutzkonzepte und Hygienemaßnahmen mit FFP2-Masken, Abstandsregeln und Handdesinfektion greifen.“