Sascha Burkamp

Plötzlich im Rollstuhl

Löschgruppe Gehlenbeck sammelt Spenden für ihren Kameraden Sascha Burkamp

Sonja Burkamp besucht ihren Mann Sascha regelmäßig in Hamburg.

Sascha Burkamp ist beim Unfall im Mai so schwer an der Wirbelsäule verletzt worden, dass er seitdem im Rollstuhl sitzt. Seine Kameraden von der Löschgruppe Gehlenbeck haben nun einen Spendenaufruf gestartet, um den 34-Jährigen und seine Familie zu unterstützen.

Sascha Burkamp ist beim Unfall im Mai so schwer an der Wirbelsäule verletzt worden, dass er seitdem im Rollstuhl sitzt. Seine Kameraden von der Löschgruppe Gehlenbeck haben nun einen Spendenaufruf gestartet, um den 34-Jährigen und seine Familie zu unterstützen. 
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SASCHA BURKAMP IST BEIM UNFALL IM MAI SO SCHWER AN DER WIRBELSÄULE VERLETZT WORDEN, DASS ER SEITDEM IM ROLLSTUHL SITZT. SEINE KAMERADEN VON DER LÖSCHGRUPPE GEHLENBECK HABEN NUN EINEN SPENDENAUFRUF GESTARTET, UM DEN 34-JÄHRIGEN UND SEINE FAMILIE ZU UNTERSTÜTZEN. FOTO:

 

Gehlenbeck (WB). Von einem Moment auf den anderen hat sich das Leben von Sascha Burkamp und seiner Familie komplett geändert. Nichts ist mehr wie es mal war. Der 34-Jährige engagiert sich seit 21 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr in Gehlenbeck. Für ihn ist es selbstverständlich, anderen Menschen 24 Stunden an sieben Tagen der Woche mit seinen Kameraden der Löschgruppe zu helfen. Und jetzt ist er auf einmal auf fremde Hilfe angewiesen.

Im Mai dieses Jahres verletzt sich Sascha Burkamp bei einem privaten Unfall schwer an der Wirbelsäule. Die schreckliche Diagnose lautet Querschnittlähmung. Ein Schock für die ganze Familie. Mit seiner Frau Sonja und seinen beiden kleinen Kindern – der Sohn ist drei Jahre alt und die Tochter wird in diesen Tagen ein Jahr alt – wohnt er in Gehlenbeck. Die Familie hat sich dort im Haus seiner Eltern das Obergeschoss hergerichtet. Doch jetzt sitzt Sascha Burkamp im Rollstuhl, das Treppenhaus ist zu eng, um einen Treppenlift zu installieren.

Um den Zugang zur Wohnung behindertengerecht umzubauen und einen Fahrstuhl zu installieren, fehlen trotz Zuschüssen von sozialen Trägern noch etwa 50.000 Euro. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand der Löschgruppe Gehlenbeck entschlossen, einen Spendenaufruf zu starten. Diesen organisiert und betreut federführend Dominik Stuwe. „Die Familie geht nach außen super mit der Situation um und lächelt vieles weg. Aber ich glaube, innerlich zerreißt es die gerade“, sagt Stuwe, der Sascha Burkamp seit vielen Jahren kennt. Derzeit wird der 34-Jährige noch in einer Spezialklinik in Hamburg behandelt, er kämpft sich ins Leben zurück. Seine Frau fährt jedes Wochenende zu ihm, um ihn zu unterstützen. Aber natürlich vermissen seine Kinder ihren Vater sehr.

Neben der Familie ist sein großes Hobby die Feuerwehr. Sascha Burkamp engagiert sich in seiner Freizeit ehrenamtlich seit 21 Jahren aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Lübbecke und leitet seit 2019 die Jugendfeuerwehr. Nebenbei ist er eine der tragenden Säulen bei seinen Kameraden und steht jedem mit Rat und Tat zur Seite. „Wenn jemand wie Sascha, der seit Jahrzehnten anderen Mitmenschen ehrenamtlich hilft, nun selber Hilfe braucht, sollte es uns eine Selbstverständlichkeit sein, ihn und seine Familie nach unseren Möglichkeiten zu unterstützen“, sagt Dominik Stuwe, der bereits zahlreiche Rückmeldungen auf den Spendenaufruf erhalten hat.

„Mir als Admin der Facebook-Seite und Ansprechpartner für diese schlimme Situation sind schon viele kritische Fragen gestellt worden, was ich aber auch verstehen kann. Die Leute wollen wissen, was passiert ist und hinterfragen, ob das Ganze stimmt. Die Mehrzahl an Mails und Anrufen war aber überwältigend nett und herzlich“, berichtet er. Das eine oder andere Mal seien ihm schon Tränen in die Augen geschossen.

Der Beitrag der Seite, die unter dem Motto „Feuerwehrkamerad in Notlage“ steht, wurde inzwischen 909 Mal geteilt und hat 126.000 Views. Es sind bereits 20.000 Euro an Spenden zusammengekommen, „wobei wir eine mehr als großzügige Einzelspende über 10.000 Euro von Armin Gauselmann erhalten haben“, sagt Dominik Stuwe.

Wer Sascha Burkamp und seine Familie ebenfalls unterstützen möchte, kann mehr zu den Spendenmöglichkeiten auf der Facebookseite „Feuerwehrkamerad in Notlage“ erfahren. „Jeder Euro hilft Sascha und seiner Familie und kommt direkt bei ihm an“, sagt Dominik Stuwe abschließend und bedankt sich bei allen Unterstützern. Da es sich bei der Hilfe rein rechtlich um eine Schenkung handele, könnten keine steuerwirksamen Spendenquittungen ausgestellt werden