Mehr Sirenen für Rödinghausen

Rödinghausen den 28.03.2022
Wie auch die Nachbarkommunen Bünde und Kirchlengern will nun auch Rödinghausen sein Sirenenwarnsystem ausbauen. Fünf neue Standorte sind für die Anlagen in Gespräch, damit die Bevölkerung der Wiehengemeinde im Ernstfall schnell – und vor allem lautstark – gewarnt werden kann. Der Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit und Ordnung soll die entsprechenden Pläne an diesem Mittwoch, 30. März, absegnen. Zwei neue Standorte stehen übrigens bereits fest. Bereits in den 1990er-Jahren waren die bis dahin vorhandenen Sirenenanlagen, die überwiegend zum Zwecke des Luftschutzes dienten, abgebaut worden. Der Grund: Die seinerzeit befürchteten Gefahrenlagen waren im Zuge der deutschen Wiedervereinigung und des europäischen Einigungsprozesses schlichtweg entfallen. Mittlerweile werden solche Warnsysteme aber aus ganz anderen Gründen wieder als praktikabel erachtet.

„Aufgrund von Erfahrungen in der Vergangenheit mit Großschadensereignissen – wie Sturm, Starkregen, Ausfälle kritischer Infrastrukturen, Bränden mit massiven Schadstoffaustritten – hat bezüglich der Warnung der Bevölkerung mittels Sirenen ein Umdenken stattgefunden. Bereits in den Jahren 2014 und 2017 hat das Land Nordrhein-Westfalen den Wiederaufbau von Sirenenanlagen zur Warnung der Bevölkerung gefördert“, heißt es nun aus dem Rödinghauser Rathaus. Und im Zuge dieser finanziellen Förderung hatte die 10.000-Einwohner-Kommune bereits 2017 eine stationäre Sirene im Süden der Gemeinde auf einem privaten Gebäude am Rennerskamp installiert. Außerdem war eine mobile Sirene angeschafft worden. 2020 folgte dann im Rödinghauser Norden der Austausch der alten Sirene auf dem Feuerwehrgerätehaus Schwenningdorf gegen eine neue Sirenenanlage.

Aufgrund der Flutkatastrophe im Juli 2021 auf dem Gebiet von NRW und Rheinland-Pfalz hat der Bund erneut ein Sirenenförderprogramm aufgelegt. Diese günstige Gelegenheit hat die Gemeindeverwaltung nun genutzt und zusammen mit einer Fachfirma und in Absprache mit der Feuerwehr fünf weitere Standorte für das lautstarke Alarmsystem abgestimmt. „Eine neue Sirene soll auf dem Haus des Gastes angebracht werden, eine weitere auf dem Feuerwehrhaus in Bieren“, informiert Gemeindesprecher Thomas Klüter auf Anfrage dieser Zeitung. Mit Blick auf die drei weiteren geplanten Anlagen müssten noch Abstimmungsgespräche mit den Besitzern der Gebäude stattfinden, auf denen sie installiert werden sollen. Vorgesehen sei, dass eine Sirene im Bereich Bruchstraße (Bruchmühlen) aufgebaut wird, eine weitere voraussichtlich an einem Objekt an der Werkstraße (Bieren) sowie eine im Bereich der Wehmerhorststraße in Schwenningdorf.

Für die Durchführung der Maßnahmen hatte die Kommune unlängst entsprechende Förderanträge gestellt – die bereits Ende Februar bewilligt worden waren. Demnach fließen finanzielle Mittel in Höhe von 62.750 Euro für den Ausbau der Sirenenstandorte nach Rödinghausen. Die Gemeinde selbst muss aber noch einen Eigenanteil beisteuern. Dieser beträgt rund 30.000 Euro.

Quelle:Westfalenblatt