Großübung der Freiwilligen Feuerwehr

Rödinghausen 23.10.2021
ES BRENNT und im günstigsten Fall wird keine – oder wie heute – nur eine PERSON im Rauch und in den FLAMMENVERMISST…
Für unsere Feuerwehr heißt das… aus- und anrücken… …umsichtig die Lage und die Gegebenheiten einschätzen… danach die Vorbereitungen für den sicheren Angriff und für lebensrettende Maßnahmen treffen… und dann rein ins Gebäude …die Brandherde bekämpfen… Menschenleben retten und dabei die eigene Gesundheit und die der Kameradinnen und Kameraden nicht gefährden und möglichst so zu schützen, dass alle aus dem Einsatz gesund wiederkommen können. Hier muss sich tatsächlich JEDE(R) auf JEDE(N) verlassen können.

Wie schwer das unter wirklich sehr realen Bedingungen ist, zeigte der heutige Einsatz mit weit über 40 freiwilligen Feuerwehrfrauen und – Männern, die sich zu dieser wichtigen Übungseinheit am heutigen Samstag ganz früh morgens bis in den Nachmittag hinein jeweils in zwei Gruppen eingefunden hatten – Sinn, Zweck und Ziel des heutigen Tages: ÜBEN – ÜBEN – ÜBEN, denn von allein läuft im Zweifel nur die Nase und deshalb gilt es für den Ernstfall vorbereitet zu sein.
Heute wurde nicht nur theoretisch, sondern sehr praktisch und unter – von den Ausbildern – sehr gut und absolut realistisch präparierten Bedingungen geübt und jede(r) musste tatsächlich an die persönliche Leistungsgrenze gehen.
Der absolute Zeitdruck unter dem Lebensretter im wirklichen Einsatz stehen, wurde heute auch in diesem Übungs-Einsatz simuliert und setzte unsere Feuerbekämpfer unter einen enormen psychischen und physischen Belastungs-druck, der für alle unsere beteiligten Einsatzkräfte ein hohes Maß an körperlicher Ausdauer, aber auch ein klar vorgegebenes Know-how für den Rettungseinsatz abverlangte – und dabei hieß es immer auch Ruhe und Disziplin bewahren, das Erlernte umsetzen und dabei die vertrauten Handgriffe sicher und zielgerichtet einzusetzen. Und all das im Zweifel mit voller Montur – soll heißen mit Atemschutzmasken, Gerätschaften und Schlauchpaketen – da sind es schnell mal 70 Kilo und mehr, die den Körper zusätzlich erheblich belasten!
Mich – als Beobachter – hat der heutige Tag sehr beeindruckt und mir auch den einen oder anderen Denkanstoß und guten Hinweis für zukünftige Verwaltungs-aufgaben gegeben und… ich habe ein kleines Stück dieser doch sehr heraus-fordernden und verantwortungs-vollen Tätigkeiten unsere Feuerwehr erleben können und weiß jetzt auch, was unter Schlauchmanagement zu verstehen ist.
Ganz viel habe ich auch heute wieder vom Engagement und Enthusiasmus spüren dürfen mit dem hier bei uns zur Sache gegangen wird – auch wenn mal etwas nicht sofort so klappt, wie Frau oder Mann oder auch die Ausbilder es sich wünschen würden. Potenziale wurden heute erkannt und somit die Chance es künftig noch besser zu machen.
Unterm Strich bleiben Erkenntnisse, die unsere Feuerwehrarbeit künftig noch effektiver machen werden. Auch die Tatsache, das wir uns künftig auf unterschiedlichen Ebenen noch weiterentwickeln müssen und werden, sind ein weiterer Ausfluss eines gelungenen Übungseinsatzes am heutigen Tag.
Heute waren die beiden alten Grundschul-Standorte in Rödinghausen und Bieren die simulierten Einsatzorte und Brandherde…. und Gott sei Dank war als Opfer nur eine 100 Kilo schwere Puppe je Übungsort im Einsatz.
War es heute auch nur eine Übung an der viele unserer freiwilligen Kräfte aus der gesamten Rödinghauser Feuerwehr erfolgreich teilgenommen haben, so kann es Morgen vielleicht schon ein ganz realer Einsatz sein – und dann wissen wir – die bewährten und heute immer wieder geübten Handgriffe sitzen und bieten deutlich bessere Voraussetzungen für zukünftige Gefahrenlagen. Das ist ein gutes Gefühl.
Quelle:Siegfried  Lux Bürgermeister der Gemeinde Rödinghausen