Feuerwehr bekommt neue Löschfahrzeuge
Rödinghausen
Die Feuerwehr der Gemeinde Rödinghausen rüstet auf: Zwei neue Tanklöschfahrzeuge mit einem Fassungsvermögen von je 3000 Liter(TLF 3000) sollen zwei ältere Wagen ersetzen. Der Feuerwehrausschuss hat für die Investition bereits grünes Licht gegeben. Die Entscheidung fiel einstimmig. Pro Fahrzeug rechnet die Kommune mit Anschaffungskosten von je rund 390.000 Euro. Die Ausschreibung soll durch die zentrale Vergabestelle des Kreises Herford erfolgen. Mit einem Submissionsergebnis ist im Juli dieses Jahres zu rechnen.

 

Die Neubeschaffungen gehen einher mit dem neuen Fahrzeugkonzept der Wehr, das das zuständige Fachgremium bereits Ende 2019 auf den Weg gebracht hatte. Damit die Gemeinde den steigenden taktischen und technischen Herausforderungen an den abwehrenden Brandschutz gerecht werden kann, sieht das Fahrzeugkonzept eine fortlaufende Modernisierung des Feuerwehr-Fuhrparks vor. „Dieses Fahrzeugkonzept wird im Zuge der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes ebenfalls überarbeitet und den aktuellen Anforderungen an eine effiziente Feuerwehr angepasst“, heißt es dazu aus dem Rödinghauser Rathaus.

Das bisherige Fahrzeugkonzept sieht den Ersatz von zwei Löschfahrzeugen LF 10 der Baujahre 1993 (Löschgruppe Bieren) und 1996 (Löschzug Kilver) vor. „Bei Aufstellung des Konzeptes wurde von einem Ersatz des Bierener Fahrzeuges durch ein LF 20 KatS ausgegangen. In Vorgriff auf das anzupassende Fahrzeugkonzept soll der Ersatz in Form eines TLF 3000 mit Staffelkabine analog zum bereits eingeplanten Ersatzfahrzeugs für Kilver erfolgen“, hatte die Verwaltung vorgeschlagen.

Einer der Vorteile bei diesem Vorgehen: Eine zeitgleiche Ausschreibung beider Fahrzeuge soll zu geringeren Kosten bei Ausschreibung, Planung und Fertigung der Fahrzeuge führen. Zudem führe die Ausrüstung der Einheiten mit identischen Fahrzeugtypen zu taktischen Vorteilen hinsichtlich der Kompatibilität beim möglichen Ausfall eines der Wagen. Mit den am Jahresanfang bestellten Logistik-Gerätewagen könne ferner bereits das Erfordernis einer mobilen Schlauchverlegung erfüllt werden. Diese Funktion erübrigt sich daher bei der Anforderung der anstehenden Ersatzbeschaffung.

Sinnvoller erscheint es den Beteiligten mit Blick auf die Neuinvestitionen daher, den Schwerpunkt auf größere Löschwassertanks an den Fahrzeugen zu legen. Denn durch ein Tankvolumen von jeweils 3000 Litern Löschwasser werde der taktische Aspekt hinsichtlich der Wasserversorgung für Wald- und Vegetationsbrände mehr berücksichtigt.

Zusätzlich sollen die Fahrzeuge zur Löschwasserpufferung bei diversen Brandeinsätzen dienen, bis eine ständige Wasserversorgung aus dem öffentlichen Trinkwassernetz sichergestellt ist.