Feuer am Gestüt Auenquelle in Rödinghausen

Misthaufen brennt – Rennpferde in Sicherheit

Rödinghausen 02.07.2022
Als die Meldung „Feuer beim Gestüt Auenquelle“ um 4.46 Uhr am Samstagmorgen eingeht, löst die Leitstelle Großalarm aus. Vor Ort wird der Feuerwehr – sie ist mit etwa 60 Kräften da – klar: Es brennt „nur“ der Misthaufen. Das bedeutet viel Arbeit, für Karl-Dieter Ellerbrake, der seit gut 40 Jahren Rennpferde am Fuße des Wiehengebirges züchtet, aber auch große Erleichterung. Keinem Tier ist etwas passiert. Kein Gebäude nimmt Schaden. „So gut wie alle unsere Pferde sind zu dieser Jahreszeit auf der Weide“, sagt er. Das Feuer hatte ein vorbeifahrender Autofahrer entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert.

Während die Einsatzkräfte den Brand am XXL-Misthaufen löschen, wird dieser mit dem Trecker nach und nach auseinandergenommen. „Sobald wir den Schlauch entfernen, fängt es wieder an zu brennen. Der komplette Misthaufen muss zerlegt und abgelöscht werden, um sämtliche Glutnester auszumerzen“, sagt Rödinghausens Feuerwehrsprecher Jens Rüter. Auch der Mist, der schon auf der Hoffläche verteilt ist, wird erneut gewässert. Dabei unterstützt das Team vom Gestüt die Feuerwehr mit dem Traktor. Das laufe in Rödinghausen oft so. „Wir sind sehr dankbar, so mussten wie für diese Arbeit nicht extra jemanden ordern“, meint Rüter. Zum Dank für ihren frühen Einsatz bieten die Mitarbeiter des Gestüts den Helfern im Gegenzug etwas zu Trinken an.Der erste Akt der Feuerwehr nach dem Eintreffen ist, dass sie die angrenzende Halle am Misthaufen sichert. Denn in ihr befindet sich Stroh. Das gelingt.

Großeinsatz für die Feuerwehr

Für die Wasserversorgung muss die Feuerwehr einen leuchtend gelben Schlauch auch über die Weide an den Stallungen legen. Stute und Fohlen nehmen die Aufregung relativ gelassen. Für Fluchttiere ist das nicht unbedingt selbstverständlich.

Im Einsatz sind am frühen Samstag etwa 13 Fahrzeuge, entlang der Donoer Straße zieht sich das Blaulicht. Weitere Wagen stehen an der Oberbauerschafter Straße. Neben der kompletten Rödinghauser Einsatztruppe sind die hauptamtliche Wache Bünde mit Einsatzwagen sowie Drehleiter da und der Kreis Herford mit Atemschutz sowie dem Abrollbehälter Wasser. „Hier auf dem Land weiß man nicht, ob wirklich immer genug Wasser zur Verfügung steht und wie viel man braucht“, erklärt Rüter. Am Gestüt Ellerbrake ist aber ausreichend Löschwasser vorhanden.Die Brandursache steht am Morgen nicht direkt fest. Routinemäßig ist auch die Polizei vor Ort. Dass sich Misthaufen, in denen sich Wärme entwickelt, selber entzünden, kommt immer wieder vor.

Quelle :Westfalen Blatt
Noch ein Bericht von unserem Bürgermeister